Biologie Hauptseite www.abiwissen.info
Stichwortverzeichnis



Ökosysteme












Ökosystem



  • Ist die Einheit der Organismen einer Biozönose und der Umweltfaktoren des Dazugehörigen Biotops, einschließlich der Wechselbeziehungen
  • Bestehend aus:
    • Produzenten
    • Konsumenten
    • Destruenten
  • Kennzeichen:
    • offene strukturierte Systeme
    • ständiger Stoff- und Energiestrom
    • biologisches Gleichgewicht zwischen den einzelnen Elementen






Bsp.:

Ökosystem Wald

Lebensraum
 (Biotop)

  • gegliedert in Schichten

Lebensgemeinschaft
(Biozönose)

  • bestehend aus Pflanzen, Tieren, Pilzen, Bakterien
Teil Lebensräume:
  • Bäume
  • Baumhöhlen
  • Waldtümpel usw.

Teil Lebensgemeinschaften
  • Organismen auf Bäumen
  • Organismen in Wald
  • usw.
Wechselbeziehungen:
  • zwischen den Organismen (z.B. Konkurrenz, Symbiose, Blüte- Insekt
  • zwischen Organismen und abiotischen Umweltbeziehungen (z.B. Pflanze-Licht, Froschlarfe-Waldtümpel


abiotische Umweltfaktoren
biotische Umweltfaktoren



Seitenanfang

abiotische Faktoren


Licht

Reaktionen bei Tieren:

  • offeriert bei Tieren die Aktivitätszeiträume, Verhaltensweisen und Entwicklungszyklen
    • lichtaktive, dämmerungsaktive, nachtaktive Tiere
    • Bsp.:
      • singen verschiedener Vogelarten (Gesangsbeginn)
      • Beutefangverhalten (Ausfliegen der Fledermäuse)

Reaktionen von Pflanzen:

  • Pflanzen besiedeln je nach Lichtintensität unterschiedliche Biotope
    • Bsp.: Höhleneingang
  • Pflanzen zeigen je nach Lichtintensität einen unterschiedlichen Blattaufbau
    • Sonnen- und Schattenblätter
  • Pflanzen bilden je nach täglicher Belichtungszeit ihre Blüten unterschiedlich aus.
    • Kurztagspflanzen
    • Langtagspflanzen

Lichtpflanzen
Schattenpflanzen
Charakteristik
  • gedeihen optimal bei voller Belichtung
  • ertragen keine volle Belichtung
Blattbau
  • gestaffelte Palisaden- und Schwammschicht
  • kleine Blattfläche
  • enge Interzelluläre
  • starke Kutikula
  • eingesenkte Spaltöffnungen
  • flach ausgebildete Palisaden- und Schwammschicht
  • kegelförmige Zellen im Palisadengewebe
  • große dünne Blattunterflächen
Vorkommen
  • Gesteinsfluren
  • Wegränder
  • niedriger Rasen
  • Schutthalden
  • Steppen
  • Kraut und Strauchschicht von Wäldern
  • Schattenblätter existieren an Laubbäumen auch neben Sonnenblättern
Vertreter
  • meisten Kulturpflanzen
  • echte Kamille
  • roter Klee
  • Waldkiefer
  • Aronstab
  • Haselwurz
  • Maiglöckchen
  • Waldsauerklee

Seitenanfang

Wasser

Anpassung der Pflanzen:


Gestaltstyp
Hydrophyten
(Wasserpflanzen)
Hygrophyten
(Feuchtpflanzen)
Mesophyten
(wandlungsfähige Pflanzen)
Xerophyten
(Trockenpflanzen
ohne Sukkulente)
Beispiel
  • Seerose
  • Sumpfdotterblume
  • Flieder
  • Kakteen
Standort
  • Gewässer
  • immer feucht
    • Tropen, Feuchtgebiete
  • wechselfeucht oder winterkalt
  • trocken
    • Wüste, Steppe, Trockenrasen
Blätter
  • Schwimmblätter:
    • große Interzeluläre
    • Spaltöffnungen nur auf Blattoberseite
  • Unterwasserblätter
    • feinzipfelig
    • Zellen zartwandig
    • Cutikula fehlend
    • Spaltöffnungen oft fehlend
  • große, oft dünne Laubblätter
  • Spaltöffnung oft herausgehoben
  • große Interzellularen (transpirationsfördernde Maßnahmen)
  • meist weiche Blätter
  • Blattabwurf in Trockenzeit (z.B. Winter)
  • Spaltöffnungen an der Blattunterseite
  • bei krautigen Pflanzen überdauern unterirdische Organe
  • Blattabwurf oder kleine, überdauernde, harte Blätter
  • schnell schließende, oft versenkte Spaltöffnungen
  • verdickte Epidermis und Cutikula (Transpiration einschränkende Maßnahmen)
Sprossachse/
Leitbündel
  • zart
  • Reduktion der Leitgefäße
  • Luftkanäle
  • zarte, oft hohe Stengel
  • weite zarte Gefäße
  • derb
  • dicke Rinde
  • starke Leitbündel
  • fest
  • gut ausgebildetes Leitbündel
  • starke Gefäße
Leitbündel pro
Flächeneinheit
  • wenige
  • wenige
  • mäßig viele
  • sehr viele
Wurzelsystem
  • schwach oder fehlend
  • schwach ausgebildet
  • niedriges osmotisches Potential
  • stark ausgebildet
  • oft auch Speicherorgan
  • sehr gut entwickelt
  • hohes osmotisches Potential

Anpassung der Tiere:


    • H2O notwenedig für:
      • Stoffwechselprozesse
      • Osmoregulation --> Wasserhaushalt der Zelle - Zellinnendruck
      • Transport und Aufnahme von wasserlöslichen Stoffen
      • Ausscheidung von Reststoffen und giftigen Substanzen
      • Regulation der Körpertemperatur

Wasserhaushalt der Tiere:

im Wasser lebende Tiere
Feuchtlufttiere
Trockenlufttiere
  • notwendige Anpassung an die unterschiedliche Zusammensetzung des Wassers
    • Süßwasser
    • Salzwasser
  • Bsp.:
    • Robben
    • Wale
    • Fische
    • Schildkröten
    • Miesmuschel
      • Körperflüssigkeit passt sich der äußeren Umgebung an
      • Sie ist Isoton
      • hat keine Osmoregulation
    • Zuckmücke
      • Ist Hypoton
      • Reguliert konstant den Salzgehalt um einen bestimmten Wert
  • Sind an eine hohe Luftfeuchtigkeit angepasst
  • nehmen Wasser über die Haut auf, bzw. sind Hautatmer
  • Bsp.:
    • Amphibien
      • Frösche
      • Kröten
    • Nacktschnecken
    • Bodenorganismen
  • müssen die Ausscheidung von Wasser verringern
    • durch Körperbedeckung
      • Hornpanzer
      • Gehäuse
    • Wasserarme Ausscheidungsprodukte
    • Verhaltensanpassung
  • Bsp.:
    • Wüstenspitzmaus
    • Dromedar
      • geht Sparsam mit Wasser um
        • gibt max 10% des Blutwassers ab
        • wenig Urin
        • wenig Wasser im Kot
        • wenig Schweiß
        • Aufnahme von Wasserdampf durch die Nasenlappen (aus der Ausatemluft
      • kann hohe Wasserverluste ertragen
        • 30% des Körpergewichtes
      • schneller Wasserersatz
        • 135l in 10min
      • kleine Ohren und Nase
      • wechselnde Körpertemperatur
      • Wassergewinn mit Hilfe der Fettverdauung aus Höckern
    • Mehlkäfer
      • kann mehrere Jahre ohne die Aufnahme von Wasser im Mehl überleben
Seitenanfang

Temperatur


  • alle Organismen reagieren auf den Temperaturfaktor durch:
    • Beschleunigung oder Verzögerung der physiologisch chemischen Prozesse
    • durch Verhaltensweise
    • Anpassung im Körperbau
  • RGT-Regel
    • Bei einer Steigerung der Temperatur um 10°C verdoppeln oder verdreifachen sich die Lebensprozesse

Anpassung der Tiere:

poikilotherm
(wechselwarme Tiere)
homoioterm
(gleichwarme Tiere)
  • passen sich ihrer Umgebungstemperatur an:
    • Änderung der Körpertemperatur (keine eigene Temperaturregelung)
    • Geschwindigkeit der Lebensvorgänge
    • Kältestarre
    • Verhaltensweise
      • Aufenthalt in der Sonne
      • oder Höhle
  • Wirbellose Tiere
    • Fische
    • Reptilien
  • konstante Körpertemperatur
    • zwischen 35-44°C
    • schwankt um max 1°C
    • Muskelbewegung dient der  Wärmeerzeugung (Muskelzittern)
  • gut isolierte Körperabdeckung
  • wärmedämmendes Fett
  • Leistungsfähiger Blutkreislauf
  • präzise arbeitendes Regelsystem
  • Einrichtungen zur Wärmeabgabe und Kühlung
  • bis zu 90% der Energie für Wärmeproduktion
  • unvollkommenen gleichwarme Tiere:
    • Kloakentiere
    • Vögel
  • vollkommene  gleichwarme Tiere:
    • große Tiere
      • Säugetiere
      • Vögel
Vorteile:
  • geringer Energieverbrauch
  • weniger Energieaufnahme
    • da Tiere nur bei idealen Temperaturen aktiv sind
  • keine Nahrungssuche im Winter
  • keine Reserve anlegen
  • Aktivität bei kälteren Temperaturen
  • können auch kalte Regionen besiedeln
  • breites Aktivitätsspektrum
Nachteile
  • sind nicht bei Kälte aktiv
    • leicht Beute
      • können nur Gebiete besiedeln die Günstige Temperaturverhältnisse zeigen
      • leichte Beute bei ungünstigen Temperaturen
  • sehr hoher Energieverbrauch
  • viele Überlebensstrategien notwendig um ungünstige Zeiten zu überstehen
    • Winterschlaf
    • Fettreserven
Besondere Anpassungen
  • Kältestare
    • Stoffwechsel ist stark verlangsamt
    • Körpertemperatur sinkt mit der Umgebungstemperatur bis auf Letalwerte ab
    • Bsp.:
      • Fische
      • Lurche
      • Reptilien
  • Winterruhe
    • Schlaf von bestimmter Länge und Tiefe
    • Körpertemperatur wird nur um Wenige Grad abgesenkt
    • mehrmaliges aufwachen zur Nahrungsaufnahme
    • Bsp.:
      • Bär
      • Dachs
      • Eichhörnchen
  • Winterschlaf
    • Körpertemperatur wird bis auf 5°C herabgesetzt
    • alle Lebensfunktionen werden auf ein minimum gesetzt
    • Energieumsatz ca10% des Grundumsatzes
    • vorher wird ein Fettdepot angefressen
    • Auslöser ist die Tageslänge
    • können durch Tast- oder Kältereize geweckt werden
    • Bsp.:
      • Hase
      • Maus
      • Murmeltier
      • Fledermäuse



Bergmannsche Regel



  • Tiere in kälteren Gebieten haben meist ein größeres Gewicht und damit ein günstigeres Körperoberfläche-Körpervolumenverhältniss => kleinere Oberfläche = geringere Wärmeabgabe




Allensche Regel



  • Tiere in kälteren Regionen besitzen kürzere bzw. kleinere Körperanhänge (Ohren, Schwanz, Beine) als ihre Verwandten in wärmeren Gebieten



Anpassung der Pflanzen:

  • Um so geringer die Temperatur im Jahresdurchschnitt ist, um so geringer fällt das Durchschnittliche Wachstum einer Pflanze aus.
  • Nord-Süd Gefälle



  • Tolleranzbereich:
    • ist die Spanne Innerhalb der Ausprägung eines Umweltfaktors in der ein Organismus seine Lebensprozesse Aufrecht erhalten kann (Begrenzt durch Maximum un Minimum) und Besitzt stets ein Optimum
  • ökologische Potenz:
    • Vermögen des Organismus, Schwankungen von Umweltfaktoren ohne Konkurrenz zu ertragen.
    • Je mehr ökologische Potenz ein Organismus hat, um so mehr Standorte kann er besiedeln
  • Präferenzbereich:
    • Bevorzugter Aufenthaltsort einer Art innerhalb des Toleranzbereiches
    • meist um das Optimum (Bereich höchster Vitalität)


  • Anpassung am Beispiel von Alpinen Pflanzen:
    • Zwergwuchs
    • Rossettenbildung
    • kleine Blätter
    • Photosyntheseoptimum bei 15°C
    • Photosyntheseminimum bei 0°C
    • Polsterbildung
    • Frostschutzmittel in den Zellen enthalten
Seitenanfang

Bodeneigenschaften

  • Grund:
    • Bodenart
      • Granit
      • Kalk
      • Lehm; Ton; Sand (Körnungsgrößen)
      • Basalt
      • entscheiden über:
        • Mineralstoffgehalt
        • Wasserkapazität
        • Wurzelhalt
          • Humusschicht
    • Inhaltsstoffe:
      • Mineralien
        • Kalkgehalt
      • Salze
        • Bodenreaktion => pH-Wert
      • Nitrate NO3-
      • Phosphate PO43-
      • Eisenionen Fe2+/3+
      • Nitrite NO2-
      • Sulfate SO42-
      • Chloridionen Cl-
      • Spurenelemente Na; Ca; Mg
      • u.ä.
  • Charakterisierung des Bodens
    • welche Pflanzen gedeihen besonders Gut
    • Zeigerpflanzen:
Zeigerpflanzen
  • Lichtzeiger
  • Klette
  • Hundsrose
  • Wacholder
  • Tiefschattenzeiger
  • Sauerklee
  • Trockenheitszeiger
  • Zypressenwolfsmilch
  • Wundklee
  • kleiner Wiesenknopf
  • Feuchtigkeitszeiger
  • Sumpfdotterblume
  • Sumpfehrenpreis
  • Wasserminze
  • Stickstoffzeiger
  • Brennessel
  • Bärenklau
  • Weiße Taubnessel
  • Stickstoffmangelzeiger
  • Preiselbeere
  • Arnika
  • Zittergras
  • Kalkzeiger
  • Küchenschelle
  • Leberblümchen
  • Silberdistel
  • Kalkmangel- und Säurezeiger
  • Heidekraut
  • Besenginster
  • Heidelbeere
  • Salzzeiger
  • Queller
  • Strandaster
  • Strandnelke
  • Strandflieder

Pflanzengesellschaft und Bodenreaktion

Die Wasserstoffkonzentration im Bodenwasser wird als pH-Wert angegeben

pH-Wert von Böden und Pflanzen


biotische Faktoren




Alle Einwirkungen auf einen Organismus, die von einen anderen Organismus ausgehen, werden als biotische Faktoren bezeichnet




  • Sie können:
    • Fördern
      • Symbiose
      • Tierstaaten
      • Brutfürsorge
    • Hemmen
      • Konkurrenz
    • Direkt
      • Parasitismus
      • Räuber-Beute-Beziehung
    • Indirekt
      • Einwirkungen von Organismengruppen auf die Umwelt anderer Organismen




Wechselbeziehungen zwischen Organismen



  • intraspezifisch
    • Wechselbeziehungen zwischen Individuen einer Art
  • interspezifisch
    • Wechselbeziehungen zwischen artenverschiedenen Organismen



intraspezifische Beziehungen

  • Treten vor allen bei der geschlechtlichen Fortpflanzung und bei der Bildung von Tiergemeinschaften (Sozietäten) auf und wirken meist fördernd
    • Fortpflanzung
      • Problem der partnerfindung
      • Hilfe durch
        • Lockstoffe
          • Pheromone
        • artspezifische Reize
          • auffällige Farben
          • Muster
          • Bewegungen
          • Verhaltensweisen
          • Rufe
    • Tiergemeinschaften
      • dienen der Brutflege
      • der gemeinsamen Nahrungssuche
      • Schutz vor abiotischen und biotischen Faktoren
      • eine inerartliche Kommunikation ist Wichtig

Verbansform
Beschreibung
Nutzen
Beispiele
Schlafverbände
  • Artgenossen schlafen gemeinsam
  • Ausnutzung geringen Platzes
  • Schutz vor Feinden
  • wechselseitiges Aufwärmen
  • Fledermäuse
  • Krähen
  • Stare
Überwinterungsgesellschaft
  • Artgenossen überwintern gemeinsam
  • Ausnutzung geringen Platzes
  • Schutz vor Feinden
  • wechselseitiges Aufwärmen
  • Fledermäuse
  • solitäre Bienen
  • Kröten
  • Kriechtiere
    • Lurche
    • Echsen
    • Salamander
Fraßgemeinschaften
  • Tiere bestimmter Entwicklungsstadien treffen sich zur gemeinsamen Nahrungsaufnahme
  • Artgenossenstimmung
    • fressen mehr
  • Schutz vor Feinden
  • Schmeterlingsraupen
  • Kartoffelkäferlarven
  • Heuschrecken
Jagdgemeinschaften
  • Artgenossen jagen gemeinsam
  • größere Beutetier können überwunden werden
  • besseres Fangergebnis
  • schnellere Jagd
  • Pelikane
  • Delphine
  • Robben
  • Hyänen
  • Wölfe
Wandergesellschaften
  • Artgenossen bilden Verbände um weite Strecken zurückzulegen
    • in Brut oder Überwinterungsgebiete
    • zur Wasser und Nahrungssuche
  • Schutz vor Feinenden
  • Wegfindung
  • Hilfe für schwächere Tiere
  • aerodynamisch
  • Zugvögel
  • Lemminge
  • viele Antilopen
  • Wanderheuschrecken
Fortpflanzungs- und Brutgesellschaften
  • Artgenossen leben nur zur Fortpflanzung und inder Brutzeit zusammen
    • Bildung von "Kindergärten"
  • optimale Versorgung
  • Schutz der Schwächeren
  • Pelzrobben
  • Pinguine
  • Murmeltiere
  • Vögelkolonien
  • Möwen
  • Erdhörnchen
Tiergesellschaften/ Familienverband
  • länger anhaltende Gemeinschaftsbeziehung
  • persönliche Bindung
  • Rangordnung
  • (individualisierter Verband)
  • soziale Bindung
  • Schutz vor Feinden
  • Hilfe bei der Aufzucht der Jungen
  • Erdmännchen
  • Affen
  • Elefanten
  • Wanderratten
Tierstaat (höchst Entwickelte Gesellschaft)
  • Artgenossen leben zusammen
    • Arbeitsteilung
    • Erkennung durch Geruch
  • spezialisierung durch Arbeitsteilung
  • Ameisen
  • Honigbienen
  • Wespen
  • Termiten
  • Hornissen


intraspezifische Konkurrenz



Wettbewerb um biotische und abiotische Faktoren (Nahrung, Raum, Geschlechtspartner) zwischen den Individuen einer Art


  • Beispiele:
    • Rivalität
    • Schwankungen der Populationsdichte bei Mäusen und Feldhasen
      • Gedrängefaktork
      • Freilandbeobachtungen und Experimente

Interspezifische Faktoren


Interspezifische Konkurrenz



Wettbewerb um biotische und abiotische Faktoren (Nahrung, Raum, Geschlechtspartner) zwischen den Individuen oder Individuengruppen unterschiedlicher Arten



  • Prinzip des Konkurrenzausschlusses
    • Arten mit gleichen ökologischen Bedürfnissen können nicht nebeneinander existieren
  • Prinzip der Konkurrenzvermeidung
    • keine gleichen ökologischen Bedürfnisse bilden eine Basis für das Zusammenleben der Arten
  • Je ähnlicher die Ansprüche an die Umwelt der Organismen, umso größer der Wettbewerb zwischen den Arten



1. Lotka Voltera Regel

Feind und Beutedichte schwanken periodisch, dabei sind die jeweiligen Maxima Phasenweise verschoben.





2. Lotka Voltera Regel

Trotz Schwankungen bleiben die Durchschnittsgrößen von Feind und Beutepopulation bei unveränderten Umweltbedingungen langfristig konstant.



Symbiose



Enge Verbindung zwischen zwei artverschiedenen Organismen mit gegenseitiger Abhängigkeit und gegenseitigen Nutzen



  • Zwischen:
    • Tier und Tier
      • Ameise - Blattlaus
        • Ameise gibt Schutz und bekommt dafür Nahrung (Honigtau)
    • Tier - Pflanze
      • Einsiedlerkrebs - Seerose
        • Krebs erhält Schutz und gibt Nahrung und sauerstoffreiches Wasser
      • Insekt - Pflanze
        • Insekt transportiert Samen und bekommt dafür Nektar
    • Tier - heterotrophe Pflanze
      • Blattschneiderameise - Pilze
        • Ameise schaft günstige Wachstumsbedingungen und bekommt dafür Nahrung
    • Pflanzen - Bakterien
      • Schmetterlingsblütengewächs -
        Knöllchenbakterien Knöllchenbackterien
        • Pflanze liefert organische Stoffe und bekommt dafür Stickstoff
    • Pflanze - Pflanze
      • Flechte (Alge - Pilz)
        • Alge erhält Wasser und Nährsalze und gibt Assimilate
        • ist eine Sonderform, da eine neue Organisationsform gebildet wird

Parasitismus


  • Enge Verbindung zwischen zwei artverschiedenen Organismen zum einseitigen Vorteil des einen Partners (Parasit) und auf Kosten des Anderen (Wirt)



    • Form eines Biosystems
    • Schmarotzertum
    • Parasit:
      • Vieren, Würmer, Bakterien, Pilze, Pflanzen, Gliedertiere
      • Schmarotzer
      • Organismen, die sich zum Zweck der Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung dauernd oder vorübergehend in oder auf einem tierischen oder pflanzlichen Organismus aufhalten
      • leben auf Kosten ihrer Wirte und schädigen diese, ohne sie unmittelbar zu töten
      • ernähren sich von Geweben, Körperflüssigkeiten oder Nährstoffen anderer Organismen
      • sind meist auf einen oder wenige Wirtsarten beschränkt
    • Wirt
      • vom Parasit befallener Organismus
      • es wird zwischen Haupt-, Neben-, Zwischen- und Endwirt unterschieden
    • Einteilung der Parasiten:
      • tierische
        • Ektoparasiten (Außenschmarotzer)
          • leben außen auf einem Wirt (meist nur zeitweilig [temporär])
          • besitzen Klammerbeine, Krallen, Saugnäpfe u.ä. zum festhalten am Wirt
          • Bsp.: Flöhe, Läuse, Zecken, Hirschlausfliege
        • Endoparasiten (Innenschmarotzer)
          • leben in Körperholräumen oder Geweben des Wirts
          • meist ohne Pigmente und reduzierten Augen
          • besitzen Abwehrmechanismen, die sie immun gegen Abwehrkräfte des Wirts machen
          • leben ständig und in allen Entwicklungsphasen im Wirt (permanent) - können ohne ihn nicht existieren
          • Bsp.: Bandwürmer, Fadenwürmer, Egel, Malaria-Erreger, Viren
      • pflanzliche
        • Hemiparasiten (Halbschmarotzer)
          • sind grün (besitzen Chlorophyll)
          • bauen organische Substanzen im Verlauf der Photosynthese selbst auf
          • entnehmen dem Wirt Wasser und darin gelöste Mineralsalze
          • Bsp.: Klappertopf-Arten, Wachtelweizen, Augenrost-Arten, Mistel
        • Holoparasiten (Vollschmarotzer)
          • bleich oder bräunlich (besitzen kein Chlorophyll)
          • entnehmen sowohl die organischen als auch anorganischen Stoffe, einschließlich Wasser, ihrem Wirt
          • Bsp.: Kleeseide, Sommerwurz, Nestwurzorchidee
      • Sonderformen
        • Larvalparasitismus
          • Larvenparasiten
        • Brutparasitismus
          • Kuckuck, Honiganzeiger und Kuhstärlinge legen ihre Eier in fremde Nester, die geschlüpften Tiere werfen die Eier der Pflegeeltern aus dem Nest
        • Sozialparasitismus
          • Sozialparasiten leben innerhalb von Bauten staatenbildender Insekten oder ernähren sich von deren Vorräten oder Brut
        • Hyperparasitismus
          • Parasiten, die ihrerseits von parasitistisch lebenden Organismen befallen sind
        • Parasitoide (Raubparasiten)
          • parasitische Organismen, die ihrem Wirt während ihres Entwicklungsablaufes allmählich abtöten
        • Raumparasiten (Epiphyten)
          • Aufsitzpflanzen, nutzen Bäume nur als Plattform zur eigenen Photosynthese (Lichtverhältnisse), Baum kann jedoch unter der Last zusammenbrechen
    • Bedeutung der Parasiten
      • Krankheitsüberträger
      • Bedeutung in der Evolutionsforschung
      • Medizinisch
        • Blutegel zum Blutschröpfen
        • Mistelextrakte zur Stärkung des Immunsystems
      • Schädlingsbekämpfung
    • Abwehrmechanismen (von Mensch, Tier oder Pflanze entwickelt)
      • Phargozytose
        • Fähigkeit einzelner Zellen, sich Bakterien u.ä. einzuverleiben
      • Bildung von Antikörpern
    • Gallenbildung bei Pflanzen
      • Veränderung von Pflanzenteilen, mit denen die Pflanze auf die Einwirkung bestimmter Tiere, Parasiten etc. reagiert







  • 2005-05-05
    ©www.dirk-brosske.de Bei Fragen und Anregungen mailt mir
    oder schreibt ins Gästebuch