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Die französische Revolution


“Wage zu denken”

Emanuel Kant 1786

L’etat c’est moi (der Staat bin ich)

Ständeverteilung

Der dritte Stand musste die gesamte Steuerlast tragen:
 Kirchenzehnt, Kopfsteuer, Grundsteuer, Indirekte Steuer (MwSt.), Frontdienst
1788: 629000000 Livree Ausgaben
            530000000 Livree Einnahmen
= Steuererhöhungen als Folge
Philosophen: Bodin
                          Hobbes
Rousseau:
1712-1778
- Freiheit der Menschen
- Gesellschaftsvertrag
Theoretiker der Volkssovereität
John Locke:
1632-1704
Idee: Gewaltenteilung
Legislative: Gesetzgebende
Exekutive: Ausführende
Vater des Liberalismus

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Frankreich



1788
1789
1791
Ursachen der Revolution
Französische Revolution
Flucht des Königs
- Aufklärung:
- neue Denkweise
- Kritik am Absolutismus
- Bauer als Lasttier der Gesellschaft
- soziale und Wirtschaftslage
- Bauern
- 85% der Bevölkerung
- Steuern an König, Kirchenzehnt, Abgaben, Dienste
- Handwerker, Tagelöhner, andere Städtebürger
-Angst vor der Konkurrenz durch Fabriken
- Großbürgertum
- Kapitalvermögen ohne Politische Mitsprache
-2.H.d.18.Jh.:
- Missernten
- Viehseuchen
- Unwetter
67% des Einkommens für Brot





















=Revolution




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Die Schichtung der französischen Gesellschaft vor der Revolution


1. Stand: Geistlichkeit (le Clergé)    

Anzahl:
  • ca. 130 000 (= 0.5% der Bevölkerung, weniger als im protestantischen England).
Gliederung:
  1. Hohe Geistlichkeit. 143 Bischöfe und Äbte. 4W0 Domherren und Prälaten adliger Herkunft mit bedeutenden Einkünften.
  2. Niedere Geistlichkeit bäuerlicher bzw. bürgerlicher Herkunft, z. T. ärmlich: 25 (0) Ordensbrüder; 40 000 Ordensschwestern; 70 000 Pfarrer und Vikare.
Privilegien:
  • Befreiung vom Militärdienst und allen Steuern (die Geistlichen gaben eine freiwillige Steuer); Erhebung eigener Steuern (Zehnt); Ehrenrechte: eigene Gerichtsbarkeit.
Pflichten:
  • Armen- und Krankenfürsorge; Seelsorge: Unterrichtswesen.
2. Stand: Adel (la Noblesse)

Anzahl:
  • ca. 300 000 bis 400 000 (ca. 1.3% der Bevölkerung; in Polen und Ungarn: 4% bis 8%)
Gliederung:
a) Geburtsadel (Noblesse d'epee) ca. 20 000 Personen.
  • Hofadel (Noblesse de cour) 4000 Familien. die von ihrem Grundbesitz, von königlichen Pensionen und den Einkünften bestimmter Ehrenämter lebten.
  • Landadel (Noblesse provinciele), unterschiedlicher Besitz. häufig verarmt, Einkünfte aus Feudalrechten.
  • Ursprung Schwertadel. feudaler und militärischer Ursprung im Mittelalter
b) Amtsadel (Noblesse de rohe), durch Kauf von Ämtern mit adelnder Wirkung aus dem Großbürgertum hervorgegangen.
Privilegien:
Befreiung von den meisten Steuern; Feudalrechte: Frontdienst abhängiger Bauern, Erhebung von Abgaben (Zehnt). Anrecht auf Ämter und Pfründen. Jagd-, Holz-, Wasserrechte u. a.; Herrenrechte. Einschränkungen bei der Betätigung in Handel und Gewerbe.
Pflichten:
  • ursprünglich Militärdienst, im 18. Jahrhundert keine Gegenleistung mehr.

3. Stand: Bürgertum und Bauern

Anzahl:
  • 1-5 Millionen: umfaßt das gesamte Volk in Stadt und Land. in sich vielfach nach der sozialen Lage geschichtet. einig nur in der Opposition gegen die Privilegierten.
Gliederung:
  1. Großbürgertum (Bankiers. Fabrikanten, Steuerpächter. Großhändler). Aufstiegsmöglichkeit zur Noblesse de robe
  2. Bürgerliche in freien Berufen (10-20% des Bürgertums, Advokaten. Notare. Ärzte, Gelehrte. Lehrer. Schriftsteller, Künstler). Diese Gruppe stellt die Wortführer der Revolution.
  3. Handwerker und Ladenbesitzer (ca. 65% des Bürgertums) mit großen Unterschieden im Lebensstandard. "Le peuple."
  4. In Zünften organisierte Arbeiter. Gesellen und Lehrlinge, die im Haus des Meisters leben
  5. Fabrikarbeiter. Tagelöhner Hauspersonal im Laufe des 18. Jhs. zunehmend verarmt durch die steigenden Brotpreise, meist schutzlos Krankheiten. Unfällen und dem Alter ausgesetzt "La cariaille."
  6. Bauern (über 20 Millionen. 850% der Gesamtbevölkerung; davon 1 Million Leibeigene) wurden infolge von Abgaben an die Feudalherren und hohen Steuerlasten am wirtschaftlichen Aufstieg gehindert.
  • Wenige Großpächter verfügen über den größten Teil der Bodenfläche. Tendenz zur weiteren Konzentration des Bodens in ihrer Hand zur billigen Großproduktion von Weizen für den Markt.
  • Eine kleine Gruppe von Bauern, die von ihrem Boden leben und etwas an Überschüssen für den Markt produzieren; die "Bourgeoisie" der Dörfer. Proletarisierte Kleinbauern    (ca, 8 )Millionen die nur kleine Landparzellen besitzen, deren Ertrag knapp das Existenzminimum liefert.
  • Pächter, die gegen Ablieferung des halben Ertrags die Ländereien des Klerus. Adels und Bürgerlicher bewirtschaften, ohne Viehbesitz und Überschüsse. Mobile Landarbeiter auf der Schwelle zum Bettlerturn und zum Vagabundentum.

(Zusammengestellt nach: K. Griewank, Die Französische Revolution 1789-1795. Graz-Köln 1958. S. 10ff.: M. Duverger, Institutions Politiques. Paris 1963; F. Furet/D. Richet. Die Französische Revolution. Frankfurt/Main 1968. S. 29 D. Brelingard, R. Lohrer, L. Mazoyer. Histoire. L'Ere des Révolutions. Paris 1963. S. 11 ff.)


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Die Revolution beginnt

1789

Poolmodell I:

König
Unfähig Reformen durchzusetzen
Geistlichkeit
Privilegien/ soziale Spannung zw. Arm und Reich, Mensch rückt in den Vordergrund
Adel
Privilegien/ besitzen kein politische Aufgabenstellung
Intelligenz 
Kritisieren den Absolutismus
Großbürger
Wollen an der Macht bleiben
Handwerker
fürchten die Macht der Manufakturen
Lohnarbeiter
Er erhält zu geringen Lohn
Bauern
Leiden unter Feudallasten und Steuern

Der Pool Revolutionärer Kräfte (Faktoren) füllt sich

Pool Modell II

Französischer Staat ist Bankrott


Haushalt ist nicht ausgeglichen

Möglichkeiten der Rettung
Reduzierung der Ausgaben Hofhaltung und Militär
Besteuerung I + II Stand
neue Steuern
Steuererhöhung (3.Stand)

5.5.1789 Eröffnung der Generalstände

erstmals seit 1614

Als erstes der Klerus, dann der 3.Stand. Tumulte beim Einmarsch
Generalstände

=Machtverlust für den König
=Adel erhofft sich Macht


Diskussion zum Abstimmungsverfahren:

  • Nach Köpfen = positiv für III Stand
  • Nach Ständen = positiv für I + II Stand

=König erhöht die Abgeordnetenzahl


Abbe Sieges “Was ist der III Stand”

“Qu’est-ce que le tieres Etat”


3.Stand:
Bauern
Fabrikanten
Lohnarbeiter
Händler
Kaufleute
Künstler
Wissenschaftler
Intelligenz
Privilegierten
Feldarbeit
Verarbeitung
Vertrieb
Dienstleistung
Wissenschaft
Wissenschaftl. Bedeutung klein

= 19/20 der Nation
Forderungen: Abstimmung nach Köpfen
= (größerer) politischer Einfluss

17.6.1789 erklärt sich der III Stand zur Nationalversammlung
 
19.6.1789 Mehrheit der Geistlichkeit + 80 Vertreter des II Standes schließen sich an = 980 Abgeordnete


König ordnet für den 23.6 eine Sitzung nach Ständen an Nationalversammlung wird nicht benachrichtet

20.6.1789 Sitzungssaal der Abgeordneten verschlossen
Ballspielhaus
Schwur: Die Nationalversammlung geht nicht eher auseinander als das Frankreich eine Verfassung hat

Ballhausschwur
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Die Revolution breitet sich aus


Revolution der Abgeordneten des III Standes (Versailles)
Revolution der Stadtbürger von Paris 14.Juli 1789
Revolution der Landbevölkerung
La grande peur

Brot so teuer wie noch nie!
Truppen werden zusammengezogen (König)
  • Plünderungen der Zollhäuser (Waffen)
  • Sturm auf die Bastille am 14.7.1789 (6 Gefangene befreit)
14.Juli:
  • Unruhen auf dem Lande (Bauern)
  • Grundbesitzer überfallen, flohen nach A, NL, D
  • Schuldscheine verbrannt



4./5. August 1789 Nachtsitzung der Abgeordneten der Nationalversammlung
1. Abschaffung der Leibeigenschaft
- 1Million Franzosen in Leibeigenschaft
- keine Rechte
- dürfen nicht wegziehen
- nicht Heiraten ohne zu Fragen
- Ablösesummen bei Wegzug oder Heirat
2. Herrenrechte abschaffen
- mussten dafür Zahlen (Auslösen, Loskaufen)
3. Abschaffung der grundherrlichen Gerichtsbarkeit

4. Adlige verzichteten auf Privilegien
- Jagdrecht
- alleinige Recht der Taubenhaltung
- Fischrecht
- Aufhebung der alten Feudalordnung
- Gewaltsame Niederschlagung von König

Ergebniss:
  • 3 Teilrevolutionen






26.8.1789  Erklärung der Menschen und Bürgerrechte

Ziel
       Freiheit                   Gleichheit
Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte

Präambel. Die als Nationalversammlung vereinigten Vertreter des Französischen Volkes betrachten die Unkenntnis der Menschenrechte. die Vergssenheit oder Mißachtung, in die sie geraten sind, als die einzigen Ursachen der öffentlichen Mißstände und der Verderbtheit der Regierungen. Daher haben sie beschlossen, in einer Feierlichen Erklärung die angestammten, unveränderlichen und heiligen Recht, des Menschen darzulegen. damit diese Erklärung allen Gliedern der menschliche" Gesellschaft ständig vorAugen sei und ihm seine Rechte und Pflichten immer wieder ins Gedächtnis rufe; damit die Handlungen der gesetzgebenden und die der ausübenden Gewalt jederzeit am Endzweck jeder politischen Einrichtung gemessen werden können und um so mehr Achtung finden mögen; damit die Forderungen der Bürger, nunmehr auf klare und unerschütterliche Prinzipien gegründet, stets der Aufrechterhaltung der Verfassung und dem Wohl aller dienen.
So erkennt und verkündigt die Nationalversamnilung, angesichts des Höchsten Wesens und unter seinen Auspizien, die Rechte des Menschen und des Bürgers wie folgt:
  • 1. Artikel. Frei und gleich an Rechten werden die Menschen geboren und bleiben es. Die sozialen Unterschiede könne" sich nur auf das gemeine Wohl gründen.
  • 2. Artikel. Der Zweck jeden politischen Zusammenschlusses ist die Bewahrung der natürlichen und unverlierbaren Menschenrechte. Diese Rechte sind Freiheit, Eigentum, Sicherheit und Widerstand gegen Bedrückung.
  • 3. Artikel. Jegliche Souveränität liegt um Prinzip und ihrem Wesen mich in der Nation keine Körperschaft und kein einzelner kann eine Autorität ausüben. die sich nicht ausdrücklich von ihr herleitet.
  • 4.Artikel. Die Freiheit besteht darin, alles tun zu können was anderen nicht schadet. Also hat die Ausübung natürlicher Rechte bei jedem Menschen keine anderen Grenzen als die, den anderen Mitgliedern der Gesellschaft den Genuß der gleichen Rechte zu sichern. Diese Grenzen können nur durch das Gesetz bestimmt werden.
  • 5. Artikel. Das Gesetz hat nur das Recht, Handlungen zu verbieten. die der Gesellschaft schädlich sind. Was nicht durch Gesetz verboten ist. darf nicht verhindert werden, und niemand kann gezwungen werden, etwas zu tun. was das Gesetz nicht befiehlt.
  • 6. Artikel. Das Gesetz ist der Ausdruck des allgemeinem Willens; alle Bürger haben das Recht, persönlich oder durch ihre Vertreter an seiner Schaffung mitzuwirken. Es muß für alle das gleiche sein, mag es nun beschützen oder bestrafen. Alle Bürger sind vor seinen Augen gleich. Sie sind in der gleichen Weise zu allen Würden, Stellungen und öffentlichen Ämtern
  • 7. Artikel. Niemand kann angeklagt, verhaftet oder ge.gne.gehalten werden in anderen als den VOM Gesetz festgelegten Fällen und in den Formen, die es vorschreibt. Wer Willkürakte anstrebt, befördert, ausfährt oder ausführen läßt, ist zu bestrafen; aber jeder Bürger, der durch ein Gesetz gerufen und erfaßt wird, muß augenblicklich gehorchen; durch Widerstand macht ei sich schuldig.
  • 8. Artikel. Das Gesetz darf nur unbedingt und offensichtlich notwendige Strafen festsetzen, und niemand darf bestraft werden. es sei denn kraft eines bereits vor seinem Delikt erlassenen. Veröffentlichten und ]egal angewandten Gesetzes.
  • 9. Artikel. Jeder wird so lange als unschuldig angesehen. bis er als schuldig erklärt worden ist daher ist. wenn seine Verhaftung als unerläßlich gilt. jede Härte, die nicht dazu dient, sich seiner Person zu versichern- auf dem Gesetzeswege streng zu unterdrüken.
  • 10.Artikel. Niemand darf wegen seiner Überzeugungen anch nicht der religiösen, behelligt werden. vorausgesetzt, daß ihre Betätigung die durch das Gesetz gewährleistete öffentliche Ordnung nicht stört.
  • 11. Artikel. Die freie Mitteilung seiner Gedanken und Meinungen ist eines der kostbarsten Rechte des Menschen. Jeder Bürger darf sich also durch Wort, Schrift und Druck frei äußern; für den Mißbrauch dieser Freiheit hat er sich in allen durch das Gesetz bestimmten Fällen zu verantworten.
  • 12. Artikel. Die Sicherung der Menschen- und Bürgerrechte macht eine öffentliche Gewalt notwendige diese Gewalt wird demnach zum Nutzen aller eingesetzt. nicht aber zum Sondervorteil derjenigen. denen sie anvertraut ist.
  • 13. Artikel. Für den Unterhalt der öffentlichen Gewalt und für die Aufgaben der Verwaltung ist eine allgemeine Steuer vonnöten; sie ist gleichmäßig auf alle Bürger zu verteilen nach Maßgabe ihres Vermögens.
  • 14. Artikel. Die Bürger haben das Recht, selbst oder durch ihre Vertreter die Notwendigkeit einer öffentlieben Auflage zu prüfen, sie zu bewilligen. ihren Gebrauch zu überwachen und ihre Teilbeträge, Anlage, Eintreibung Lind Dauer zu bestimmen.
  • 15. Artikel. Die Gesellschaft hat das Recht, von jedem öffentlichen Beauftragten ihrer Verwaltung Rechenschaft zu fordern.
  • 16. Artikel. Eine Gesellschaft, deren Rechte nicht sicher verbürgt sind und bei der die Teilung der Gewalten nicht durchgeführt ist. hat keine Verfassung
  • 17. Artikel. Da das Eigentum ein unverletzliches und heilige Recht ist, darf es niemandem genommen werden, es sei denn. daß die gesetzlich festgestellte öffentliche Notwendigkeit es augenscheinlich verlangt und nur unter der Bedingung einer gerechten und im voraus zu entrichtenden Entschädigung.
Verlauf der Revolution

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Die Verfassung von 1791

absolute
Herrschaft 
Konstitutionelle Monarchie
Säulen der Macht

Zensuswahlrecht

   Die Verfassung   


Ludwig XVI (1754-1793)

pflichtbewusst, anspruchslos, ängstlich, unentschlossen, nicht durchsetzungsfähig, naiv, inkonsequent
vor 1789:
- König von Gottes Gnaden
- Heirat mit Maria Antoinette von Österreich
1789:
- König muss die Generalstände einberufen
- verliert Auseinandersetzung mit III Stand
- in der Gewalt des Volkes
1791:
- Flucht der Königlichen Familie
- Macht durch Verfassung beschnitten
1792:
- König politisch vollständigausgeschaltet
- Frankreich wird Republik
1793:
- Der König wird am 21. Januar als Verräter hingerichtet
- 14.10.1793 Maria Antoinette wird hingerichtet
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Politische Gruppierungen während der Revolution


 1789: in der Verfassungsgebenden NV
Demokraten
Konstitionellen
Monarchisten
Aristokraten
Kleinbürgert.
allg. Wahlv.
Bour kons.
Monarchiegouasie
Adlige
königl. Vorrechte
Adel
adlige Privilegien
1791:



Jakobiner
radikale:
Kleinbürgertum
gemäßigte:
Girondisten
Republikaner
Unabhängigen
Feullants
Vorherrschaft des Adels in einer konstitunellen Monarchie

1792:



Montaguards
(Bergpartei)
Vertreter der unteren Schichten
La Plain:
Ebene
Marais:
Sumpf
bgl. Replubikaner mit Ri links
Girondisten
gemäßigte Vertreter des Besitzbürgertums

für Hinrichtung

Robespiere = Wortführer

gegen Hinrichtung
- Soverenität der Volksvertretung

 
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Sommer 1793

Gefahr für die Revolution von innen und außen

- Koalition unter Englischer Führung von europäischen Fürsten
    = Verlust der eroberten Gebiete
- Krieg gegen Königsmörder
- Revolutionäre unter Robespiere verbinden sich mit Sansulotten gegen Gironisten
- ab März 1793 Aufstände in Vendeé
von Königstreuen Bauern
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Die Terrorherrschaft der Jakobiner

27.07.1793

17.09.1793
Robespiere wird Nachfolger von Danton im Wohlfahrtsausschuss
Beginn
Gesetz über die Verdächtigen


Tod des Königs

  • Republik
    • Neue Verfassung tritt in Kraft
      • Konvent
      • bildet Kampfausschüsse
      • Wohlfahrtsausschuss!
      • Prinzip der Gewaltenteilung aufgehoben
        • Gesetze
        • Rev. Gerichte
        • Wortführer Robespiere
        • Guillotine als Strafe für Wiederspruch

Freiheit
Gerechtigkeit
Wohlfahrt

?
im Gegensatz

Guillotine
Hinrichtungen
Verfolgung



Rechtfertigung der Gewalt


  • Gefahr von außen:
    • Preußen - Frankreich
    • Februar 1793 Krieg gegen fast ganz Europa
  • Gefahr von innen:
    • Aufstände in Vendeé
    • Versorgungslage Katastrophal
    • Zwangsbeschlagnahmung (vom Konvent)

Wirkungen

  • Opfer:
    • 35000 - 40000 Menschen
    • 86% Dritter Stand
    • 8,5% Adlige
    • 6,5% Klerus
      • Volk ist eingeschüchtert
      • Sensationslust/ Ablenkung vom wirklichem Problem

Opfer: “Die Revolution frisst unsere Kinder”

unsere Kinder:
  • 3. Stand
frisst:
  • Hinrichtung
  • Schreckensherrschaft
  • 98% der Opfer

Konsequenzen

- Chaos vermieden
- Versorgungslage verbessert sich
- Revolutionsarmeen bleiben lange Standhaft
- Revolutionäre Errungenschaften gesichert (Republik)
- totale Verunsicherung
- Aufhebung der Menschen und Bürgerrechte
- Terror wird unkontrollierbar

   
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Napoleon oder die Beendigung der Revolution


13.12.1799 (im Jahr 8 der Rev.)“Die Revolution ist auf die Grundsätze gebracht, von denen sie ausgegangen ist, sie ist beendet.”

Verlauf der Revolution

Von Ludwig XVI zu Napoleon I

Monarchie
Konstitionelle Monarchie
Republik
Wohlfahrtsausschuss
Napoleon
Ludwig XVI König von Frankreich
Verfassung
3.9.1791
21.9.1792
Juni/ Juli 1793
-Robespiere
Kaiser der Franzosen
2.12.1804

Ludwig XVI
Napoleon
- König von Frankreich
- Erbrecht
- König von Gotte Gnaden
- Kaiser der Franzosen
- durch den Willen des Französischen Volkes
- durch eigene Anstrengung

  Napoleon  

„Abschied aus Spanien“
1808
„Schlittenfahrt in Moskau“
1812-1813
Napoleon Festgenommen
1814
Rücker Napoleon „Herrschaft der 100 Tage“
1815
Schlacht bei Waterloo; Verbannt
1815
Verbannt nach St Hellen
1821

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Sicherheit statt Freiheit; General Bonaparte beendet die Revolution

Popularität durch militärische Erfolge
Napoleon, als Sohn eines Advokaten auf der Insel Korsika 1769 geboren, wurde bereits mit 24 Jahren Brigadegeneral der Revolutionsarmee, nachdem er zuvor als Freiwilliger eingetreten war. Sein energisches Eingreifen beim Aufstand der Royalisten im Jahre 1795 lenkte die Aufmerksamkeit des Direktoriums auf ihn, und so erhielt er mit 26 Jahren den Oberbefehl Über die Truppenverbände, die in Italien kämpften. Siege über die italienischen Staaten und die Österreichische Monarchie begründeten seine Beliebtheit und zwangen Österreich, auf die österreichischen Niederlande, das heutige Belgien, zu verzichten und die Gebiete des linken Rheinufers abzutreten. Die enormen Zahlungen, die er aus den Besiegten herauspresste, stärkten seine Stellung gegenüber der Direktorialregierung. Die Hoffnung der französischen Bevölkerung auf stabile wirtschaftliche und soziale Verhältnisse und auf Stärkung der Vormachtstellung Frankreichs in Europa richteten sich mehr und mehr auf Napoleon
Der Griff nach der Macht
Am 18. Brurnaire, also am 9. November 1799 - noch immer galt der Kalender der Revolution - wagte Napoleon den Staatsstreich. Unter dem Vorwand, ein Aufstand radikaler Jakobiner stünde kurz bevor, veranlasste er die Truppen in Paris, die gesetzgebende Versammlung, den Rat der Fünfhundert, auseinander zujagen. An die Stelle des fünfköpfigen Direktoriums setzte Napoleon drei Konsuln, unter denen er als Erster Konsul alle Entscheidungsmacht auf sich konzentrierte. 1802 machte er sich zum Konsul auf Lebenszeit, 1804 zum Kaiser der Franzosen. Alle diese Schritte ließ er durch Volksabstimmungen billigen, die ihm jeweils bis zu fast 99 Prozent der Stimmen brachten. Wie war es möglich, dass ein ganzes Volk seiner Entmündigung durch eine Diktatur zustimmte?
Weder rote Mützen noch rote Absätze
Napoleon wollte weder die Vorstellungen der Jakobiner (rote Mützen) noch die der Adligen (rote Absätze) verwirklichen. Er befriedigte damit den Wunsch der großen Mehrheit nach Ruhe und Ordnung nach zehn Jahren revolutionärer Turbulenzen und ständig wechselnder Verfassungen. 140000 Emigranten konnten zurückkehren, wenn sie sich seiner Ordnung fügten. Inhaftierte Revolutionäre der Schreckensherrschaft begnadigte er. Mit dem Papst schloss er einen Vertrag, ein Konkordat, in dem er den römisch-katholischen Glauben als Religion der großen Mehrheit der Franzosen anerkannte. Dafür fand sich die Kirche mit der Enteignung der Kirchengüter von 1789 ab, was die neuen Eigentümer beruhigte. Auch die protestantische Kirche wurde wieder zugelassen.
Konzentration der Macht
In allen Bereichen reformierte er den Staat nach dem militärischen Prinzip von Befehlen und Gehorchen. Selbst Bürgermeister wurden nicht mehr gewählt, sondern von Paris aus ernannt. Er ließ die Polizei im ganzen Lande ausbauen und unterwarf Presse, Kunst und Wissenschaft staatlicher, also seiner, Kontrolle. Die Staatsfinanzen wurden durch eine stabile Währung, konsequente Einziehung von Steuern und durch die Kontributionen besetzter Länder ausgeglichen.
Der "Code Napoléon" -ein bürgerliches Gesetzbuch
Das nach Napoleons Willen erarbeitete bürgerliche Gesetzbuch verwirklichte grundlegende Forderungen der Revolution: für alle Franzosen galt ein einheitliches Recht, Kirche und Staat wurden getrennt, alle waren vor dem Gesetz gleich und bekamen persönliche Freiheiten zugesprochen. Nachdrücklich wurden das Recht auf Eigentum und die Freiheit des wirtschaftlichen Wettbewerbs gewährleistet, wogegen die Emanzipation der Frauen erneut auf der Strecke blieb. Das Gesetz beschränkte sie auf den rechtlichen Status von Minderjährigen. Der ,,Code Napoleon" ist bis heute die Grundlage des französischen Rechtswesens. Er wurde in den von Napoleons Truppen besetzten und angeschlossenen Gebieten eingeführt und hat in vielen Ländern der Welt als Vorbild gedient.

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Die Errungenschften der Revolution

Wirtschaft
Gesellschaft
Politik
Ideen
- befreiung der Bauern von Feudallasten
- Festsetzung der Preisobergrenzen
- Garantie des Eigentums
- Einheitliche Maße und Gewichte
- Steuerlast wird Gleichmäßig verteilt
- Neue Straßennamen
- Neuer Kalender
- Republikkanische Gedenk und Feiertage
- Ehescheidung
- hundrte Zeitungen
- Geburt, Heirat, Tot alles vom Staat
- Rechtsgleichheit
- I und II Stand verliert die Vorrechte
- Schulpflicht
- Depatierclubs
- politisches Mitspracherecht des Volkes wird anerkant
- Macht des absoluten Herschers wird gebrochen
- Trennung von Kirche und Staat
- weg vom Christentum
- Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

Pool Modell II:

Füllen nicht mehr den Pool:
König
Entmachtet und Hingerichtet
Geistlichkeit
verlieren Privilegien
Adel
verlieren Privilegien
Intelligenz
erreicht: Verfassung, Menschenrechte
Großbürgertum
Zensuswahlrecht, politische Mitsprache
Bauern
von Feudallasten befreit

Füllen noch den Pool:
Handerker
Rechtsgleichheit, Wirtschaftliche Situation kaum verbessert
Lohnarbeiter
s.o.
Frauen
weder sozial- noch Rechtsgleichheit

Der Pool Revolutionärer Kräfte (Faktoren) leert sich.

Pool Modell I


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Zeittafel

1787 16.7. Das Parlament von Paris fordert die Einberufung von Generalständen
1788 8.8. Einberufung der Generalstände auf 1. Mai 1789

25.9. Das Parlament von Paris fordert die Zusammensetzung der Generalstände nach dem Muster von 1614
1789 5.5. Zusammentreten der Generalstände in Versailles

17.6. Die Vertreter des Dritten Standes erklären sich zur Nationalversammlung und damit zur alleinigen Vertretung der Nation

20.6. Ballhausschwur, "sich niemals zu trennen, bis die Verfassung errichtet ist"

9.7. Erklärung zur "Verfassunggebenden Nationalversammlung"

12.7. Errichtung einer revolutionären Stadtverwaltung in Paris

14.7. Sturm auf die Bastille als Symbol der Zwangsherrschaft

4./11.8. Aufhebung der feudalen Lasten

26.8. Verkündung der Menschen- und Bürgerrechte

6.10. Stürmung des Schlosses in Versailles, König und Nationalversammlung ziehen nach Paris um
1791 21.6. Mißlungener Fluchtversuch der Königsfamilie

3.9. Verfassung der Konstitutionellen Monarchie

14.9. Eid Ludwigs XVI. auf die Verfassung

1.10. Zusammentritt der Gesetzgebenden (National-)Versammlung, nach der Septemberverfassung gewählt
1792 20.4. Kriegserklärung an Österreich

25.7. Manifest des Herzogs von Braunschweig mit der Drohung, Rache zu nehmen, falls der königlichen Familie etwas geschehe, am 1.8. in Paris bekannt geworden

10.8. Sturm auf die Tuilerien, Suspendierung des Königs

2.-6.9. Septembermorde in Paris

20.9. Kanonade von Valmy, Rückzug der Koalitionsarmeen

21.9. Zusammentritt des neugewählten Nationalkonvents und Ausrufung der Republik

6.11. Sieg Dumouriez' bei Jemappes in Belgien über die Österreicher: erster bedeutender Sieg der Revolutionstruppen

11.12. Beginn des Prozesses gegen Ludwig XVI.
1793 15./21.1. Verurteilung und Hinrichtung Ludwigs XVI.

10.3. Errichtung des Revolutionstribunals in Paris

6.4. Gründung des Wohlfahrtsausschusses

2.6. Aufstand der Jakobiner und Ausschluß der Gironde aus dem Konvent, Beginn der Jakobinerherrschaft

23.8. Einführung der allgemeinen Wehrpflicht (levée en masse)

17.9. Erweiterung der Befugnisse des Revolutionstribunals, "Großer Terror" ("Gesetz über die Verdächtigen")

10.10. Errichtung der "Revolutionären Regierung"
1794 März/April Hinrichtung der Gegner Robespierres

7.5. Einführung des "Kultes des Höchsten Wesens"

Juni/Juli Die große Terrorwelle überzieht Frankreich

27./28.7. Verhaftung und Hinrichtung Robespierres und seiner Anhänger

24.8. Aufhebung der Revolutionskomitees und der revolutionären Stadtverwaltung von Paris (Commune)

24.12. Aufhebung der Maximum-Gesetze und der Maßnahmen zur Lenkung der Wirtschaft
1795 April/Mai Hungerunruhen der Sansculotten werden niedergeschlagen

22.8 Verkündung der Direktorialverfassung

5.10. Napoleon Bonaparte schlägt in Paris eine royalistische Erhebung nieder
1796 Mai "Kommunistische" Verschwörung Babeufs wird durch dessen Verhaftung und Hinrichtung verhindert
1799 9./10.11 Durch einen Staatsstreich wird Bonaparte Erster Konsul

13.12 Verfassung des Konsulats

15.12 Die Konsuln erklären die Revolution für beendet
1800 Februar Plebiszit über die Konsulatsverfassung ergibt breite Annahme
1802 16.8 Napoleon Konsul auf Lebenszeit (Volksabstimmung)
1804 18.5 Verfassung des erblichen Kaisertums für Napoleon

2.12 Napoleon krönt sich zum Kaiser





2004-04-12
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