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Stichwortverzeichnis



Sophokles "Antigone"

Interpretation des ersten Standliedes und Vergleich mit dem Zweiten










Zur Entstehungszeit des Dramas "Antigone" , von Sophokles, im Jahre 442v.u.Z. spielte der Chor eine sehr Wichtige Rolle. Er war es, der dem Puplikum die Handlung und die Hintergründe des Theaterstückes näher brachte. Im ersten Standlied (V.333-374) übertrug ihm Sophokles die Aufgabe, sein Menschenbild, was er hatte, dem Puplikum darzubieten. Der Chor tritt auf, nachdem Antigones Tat, die Bestattung ihres Bruders, endeckt wurde. Sie hatte sich über das Bestattungsverbot, was von König Kreon erlassen wurde, hinweggesetzt. In der ersten Strophe berichtet der Chor, dass nichts "gewaltiger als der Mensch" (V.334) sei. Er ist es, der das Meer bezwingt, denn der Mensch wandelt "zwischen den Wogen" (V.337) und zieht "über dunkle Meeresflut" (V.335f.). Er schafft es sogar die Göttin der Erde zu ermüden, indem er die Felder pflügt "von Jahr zu Jahr" (V.341) mit "Rosse Kraft" (V.342). Diese erste Strophe zeigt den Menschen als Bezwinger der Natur. In der darauffolgenden ersten Gegenstrphe wird der Mensch als jemand dargestellt, der sich die Tiere im Walde und im wasser zu Nutze macht, inderm er sie "listig umstellend [und sie] Mit netzgeflochtenen Garnen" (V.346f.) fängt. Er umschirrt "den mächtigen Nacken [...] dem Ross mit dem Joche" (V.350f.). Die zweite Strophe vermittelt uns den Menschen als jemanden, der Allmächtig über alles ist. Der Mensch began zu sprechen und machte sich Gedanken über sein Leben. Er "ersann Staatsordnende Satzungen" (V.334f.), was ein Hinweis auf die gerade beginnende Demokratisierung in Griechenland sein soll. Der Mensch weiß sich gegen den "Frost des Reifes und Zeus´ Regenpfeile" (V.356f.) zu schützen. Er wird dargestellt al jemand, der auf alles eine Antwort weiß, außer auf den Tod. Diesen kann er aber herrauszögern, weil er Heilung " für der Seuchen schwerster Not" (V.362) fand. Die zweite gegenstrophe bringt uns den Menschen näher, als jemanden, der "hoch dr Heimat Gesetz" (V.366) achtet, obwohl er damit nicht immer Gutes vollbringt. Er verachtet die Gesetzlosen, sie gelten nichts. Die Auflehnung gegen des Herrschers Gebot ist "Frevel" (V.374), auch wenn "Der Götter heilig Recht [...] Hoch geehrt" (V.368f.) wird. Dieses verweist auf Kreons Recht hin, Gesetze zu erlassen die über Göttergebot stehen und Tätern ihre gerechte Strafe zukommen zu lassen. Dieses Standlied zeigt uns den Menschen als alleinigen Herrscher über die Erde, der nach seinen Regeln und Gesetzen lebt und regiert. Nach diesen Standlied wird Antigone ihrer Tat überführt, die sie aus Überzeugung und nach Gottesrecht getan hat. Trotzdem wird sie von Kreon zum Tode verurteilt. Nach dieser Szene tritt der Chor mit dem zweiten Standlied auf. Im Gegensatz zum ersten Standlied, wo der Mensch noch als bezwinger der Meere dargestellt wird, hat der Mensch im zweiten Standlied keine Macht gegen das Meer, er wird von ihm sogar bezwungen. Es wird auch die Allmächtigkeit von Zeus dargestellt, wo hingegen im ersten Standlied noch der Mensch allmächtig ist. Es wird auch daran appeliert, dass auch Gesetze nicht immer gut sind und nicht über Götterwillen zu stehen haben. Diese steht im genauen Gegensatz zu Kreons handeln, der sich ja über Götterwillen hinübersetzt. Das zweite Standlied ist somit die Entkräftung der Herrschaft des Menschen über die Erde, und zeigt uns das wir uns Götterwillen beugen müssen. Beide Standlieder zeigen uns einen aufgeklärten, über sich sebst herrschenden, die Natur nutzbar machenden Menschen, der denoch fest an Götterwillen gebunden ist.Der mensch wird von den Göttern sprichwörtlich "an der kurzen Leine" gehalten, aber wenn es darauf ankommt von ihm geführt wird. Diese Standlied verdeutlicht die wichtige Funktion des Chores, dem Publikum alle Aspekte eines Theaterstückes näher zu bringen. Diese verwirklicht der Chor einerseits durch Standlieder, wie diese, andererseit auch indem der Chor im Dialog mit den Schauspielern steht und somit ihre Ansicht, oder besser die Ansicht des Autors dem Publikum zu erklären. Heutzutage kann man sich daraus Ableiten, dass man doch mehr die ehtischsen Grundsätze achten sollte und danach leben und nicht nur nach Gesetzen.








2004-04-12
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